Nun sind wir in kairo. Eine durchaus spannende stadt mit vielen gesichtern. Die pyramiden sind mit sicherheit einen besuch wert, auch wenn man sich den platz mit tausenden von touristen teilt. Die allesamt in riesigen bussen ankurven, aussteigen, die obligaten fotos schiessen und zur naechsten attraktion weiter duesen.
Wir haben dass ganze etwas gemuetlicher genommen, sind zu dritt mit andreas von vals, mit unseren raedern raus gefaheren. Die pyramiden liegen ja quasi vor der haustuere kairo's. So hatten wir jede menge zeit und die haben wir uns auch genommen. Marcel und andreas haben sich des oeffteren auf einen schwatz mit dem einten oder anderen kameltreiber oder souvenierboy eingelassen. Alle wollten sie wissen, „how mutch your bike“...?
Ich habe mich eher abseits gehalten, weil mein geduldsfaden mit den arabischenmaennern nur noch sehr,sehr seiden ist. Da ich bei der kleinstigkeit gleich feuer speihe und mich im nachhinein, als ach so boese empfinde, belasse ich jeglichen kontakt beim minimum an notwendigkeit. wie war der werbespruch nochmal..." die wecken den Tiger in mir"..
An kairo hat uns speziell der altstadtteil gefallen. Die gegend um den markt ist sehr chaotisch und lebendig. Ein heftiges treiben von marktschreiern die ihre waren an den mann bringen wollen. Enge gassen, gefuellt mit zu vielen leuten, die irendwo hin steuern. Diverse gerueche vernebeln einem die sinne und das auge kann all die ersichtlichen dinge gar nicht in einem aufnehemen. Ein treiben wie man es bei uns zu hause nie erleben wird. Die stadt lebt und trieft aus allen poren...nicht an allen ecken, aber doch noch an sehr vielen. Es gibt auch schon den einen oder anderen moderneren stadtteil, wo das ganze etwas gesittetet zu und her geht.
Wir nutzten unsere zeit auch fuer die eine oder andere vorbereitung und planung unserer weiteren reise.
Ja und schliesslich haben wir auch die letzten monate unserer reise noch mal etwas revoue passieren lassen. Denn mit dem erreichen von kairo, haben wir sozusagen ein erstes etappen ziel geschaft. Zumindest schon mal fuss auf den schwarzen kontinent gesetzt.
Zuerich bis kairo, ziemlich genau 5 monate haben wir nun im sattel verbracht. Sind heftig in die pedalen getretten und haben uns doch immer genuegend zeit fuer land und leute gelassen. Unsere erlebnisse sind, abgesehen von wenigen, sehr sehr positiv. Wir haben oft gestaunt, gelacht, gepfiffen und gesungen....
natuerlich gibt es immer wieder den einen oder andern moment wo man sich fragt, was man hier eigentlich macht. was fuer eine schnapsidee uns zu solch einem vorhaben getrieben hat. auch dies gehoert dazu. manchmal muss man durch die scheisse, um am andern ende dass licht wieder zu geniessen.
Was wir bis hier hin mitnehmen ist die tatsache, dass sich der aufwand allemal lohnt. es bleiben erinerungen an orte, von denen wir nicht einmal mehr die namen wissen. An menschen, die uns ganz ueberraschend zum richtigen zeitpunkt mit einem laecheln oder einer anderen geste weitergehulfen haben. all die gewalltigen staedte, mit schoenen bekannten name, auch sie werden unvergesslich bleiben und von all den geschichtstraechtigen plaetzen ganz zu schweigen.
doch liegen die schaetze dieser erde manchmal weniger an den „must see“ sehenswuerdigkeiten, sondern mehr in den kleinen dingen des alltags, die uns immerwieder in staunen versetzen. Spannend wird es immer bleiben, fremde ecken dieses planets zu besuchen. Zu sehen, wie sich dort alles abspielt. Eintauchen in das fremde, sich treiben lassen und den rythmus eines anderen lebensstyls erfahren. andere gerueche, ungewohnte farb kombinationen, aussergewoehnliche dinge, bringen neue ideen, lassen einem verzaubern und umnebeln oft einwenig die sinne. Dies sind die eindruecke, die jeden aufbruch ins ungewohnte, belohnen und berreichern werden.
so weit so gut....
was jetzt folgt, dass kommt uns aber irgendwie chinesisch vor........
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