Wenn walfische stranden
Wie fuehlen sich kugelrunde, schwere walfische wenn sie unverhofft sand unter dem hintern haben......
Unbeholfen, unbeweglich winden sie sich auf diesem untergrund, der sie festsitzen laesst und ihre freiheit einschraenkt.....brauchen sie doch gerade bei ihrem volumen die so sehr traegliche leichtigkeit ihres natuerlichen elements.....
Darin schwebt der dickste walfisch und wird zur anmutigen tiefsee-ballerina.
Unser wal tat sich anfangs schwehr. Wusste weder rechts noch links. Muehsam wand er sich im trocknen grund, sein unschluessiges gemuet machten das ganze kaum hilfreicher.
Das liebenswerte ungetuem gab nicht auf. Trotz den anfaenglichen schwierigkeiten, hat er eine loesung gefunden, die ihm half sich aus seinem elend zu befreien...sobald sein gemuet von dem neuen schimmer befangen war, wurde er leicht wie eine feder im wind und ein tor nach dem anderen tat sich ihm auf......zufrieden und geduldig erwartet er nun den grossen tag und freut sich schon jetzt ueber die „wiedergefundene leichtigkeit des seins“.
Die wellen rauschen in meinen ohren, die abentliche flut laesst den meeresspiegel steigen
Wir drei sind unterdessen gstranded.......haben nicht nur neuland entdeckt, nein auch gleich den schatz, samt gold und klunker.
„house for rent“
Stolz sitzen wir nun in unserem bescheidenen haus am meer.......unserer goldgrube.
Neben der aufregung, neugier und steigenden ungeduld ueber die bevorstehende geburt, geniessen wir es wiedereinmal mehr als nur ein zimmer zu besitzen. Eine eigene kueche, bad und veranda mit blick auf’s meer. Mit wenigen schritten sind wir mitten drin im grossen nassen teich.
Umgeben von tropischen pflanzen und kokspalmen sitzen wir im sand am strand, auf der nordseite ko samui’s. Wohl einem der letzeten ruhigen flecken, die noch nicht vom tourismus aufgefressen worden sind. Hier leben hauptsaechlich thai’s und langzeit thailandaufenthalter, die sich eingemietet haben. Gepraegt wird das strandbild durch die einheimischen, die taeglich ihr glueck beim fischfang testen oder mit ihren wasserbueffeln „gassi“ gehen.
Wir geniessen die ruhe und abgeschiedenheit, fernab von liegestuehlen, wassermopets, verkaeufer und tourihorden.
Mama und papa sind seit einer woche bei uns. Die hoffnung, die geburt ihres zweiten enkels nicht zu verpassen, die sie schon lange ins reisegepaeck gepackt haben, hat sich fuer sie erfuellt.
Wir hofften in aller stille auf das gegenteil....und haetten sie lieber bereits zu dritt empfangen.
Nun warten wir gespannt zu viert auf ein startzeichen von „bauch“.
Ausser einem „wildenwehensturm“ und einer riesen kugel die schon so weit abgsunken ist, dass sie jeden moment von meinen hueften fallen koennte, sind keine anzeichen fuer die baldige geburt zu erkennen.
Jemand scheinht es genauso gemuetlich zu haben, wie wir.....
Kaum auszudenken in welcher ungeduld wir uns suhlen wuerden, waere da nicht die ablenkung guter gesellschaft. Perfekt das sie gleich in der naehe sind und doch jeder sein eigenes kleines strandhaus besitzt.
Es ist ein einfaches,aber schoenes leben. Das rauschen der wellen. Der wind, der die hitze des tages ertraeglicher macht.
Frische kokosnuesse, sowie papayas aus dem garten. Gute gespraeche, spannender lesestoff und feines essen versuessen uns die stunden.
Taeglich kriegen wir besuch von unserem neuen, liebgewonnen freund, „toto“.
Er bezieht eine runde streicheleinheiten und schaut im haus nach dem rechten.
Schon bald so hoffen wir, wird die ruhe die dieser ort ausstraht gebrochen, neben dem wind und den wellen wird dann wohl auch ab und an ein babygeschrei in der luft liegen.
Neben dem trieffenden hund noch ein sabber baby und neben dem frisch fisch auf dem tisch, die milchkuh auf dem stuhl.
In diesem sinne wohl die letzten zeilen in voller rundung.....
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